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Elke Rehder Vita

 

 

 

 

Kunst zum Schach - Schach in der Kunst

Schachgemälde, Schachzeichnungen und Schachgrafik

Elke Rehder ist eine ausgebildete Künstlerin und ein aktives Mitglied einiger internationaler Kunst- und Kulturvereinigungen. Sie wurde 1953 in Hamburg geboren. Seit 1983 hatte sie zahlreiche Einzelausstellungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern und erhielt vier Kunstpreise für ihre Werke. Elke Rehders Kunstausstellungen zeigen eine große Auswahl verschiedener Arbeiten. Aufgrund ihrer umfangreichen Ausbildung experimentierte sie mit verschiedenen Techniken. Hier ist eine kurze Erklärung der Techniken, die von Elke Rehder bei Ihren Schachbildern verwendet werden:

Schach Chess Springer schlägt Turm Variante in Siebdruck Serigrafie von Elke Rehder zum Schachspiel

Serigraphie ( auch Serigrafie )

Diese Drucktechnik ist auch bekannt als Siebdruck. Elke Rehder benutzte dieses Druckverfahren von 1990 bis 1999 für ihre farblich starken Bilder wie "Blue Dancer Chess" oder "Springer schlägt Turm".

Schach - Springer Turm Variante

  

Schach Chess - Holzschnitt zum Schachspiel von Elke Rehder

Holzschnitt

Früher auch bekannt als Xylographie - ist ein Reliefdruck, eine künstlerische Druckgraphik bei der ein Bild in die Oberfläche einer Holzplatte geschnitzt wird. Seit Gründung der Edition ELKE REHDER PRESSE im Jahre 1993 nutzt die Künstlerin diese Hochdruck-Technik für die Illustration ihrer Pressendrucke. Es erschienen mehrere Bücher und Mappenwerke zum Thema Schach, wie bespielsweise die Schachnovelle von Stefan Zweig.
Detailierte Ausführungen zum Thema Holzschnitt finden Sie in einem extra Artikel weiter unten auf dieser Seite.

Das Schachspiel

  

Schach Chess - Bauernfront Radierung von Elke Rehder zum Schachspiel

Radierung

Mit einer starken Säure oder einer harten Nadel ( Kaltnadel-Radierung ) wird eine Metall-Oberfläche bearbeitet. Dieses Tiefdruckverfahren ist die wichtigste Technik für Elke Rehder. Seit 1991 entstanden mehrere Radierungen für Grafikmappen und Künstlerbücher zum Thema Schach, wie der bibliophile Pressendruck "Schach" von Slawomir Mrozek.
Detailierte Ausführungen zum Thema Radierung finden Sie in einem extra Artikel weiter unten auf dieser Seite.

Schach - Bauernfront

  

Schach Chess - Die Eröffnung Lithographie Steindruck koloriert von Elke Rehder zum Schachspiel

Lithographie

ist ein Druckverfahren bei dem Elke Rehder einen Stein mit einer völlig glatten Oberfläche verwendet ( Steindruck ). Die Technik wurde von Alois Senefelder erfunden. Elke Rehder verwendete diese Methode nicht nur für die Illustration eines Künstlerbuchs, sondern auch für Originalgraphik zum Schach, wie z. B. "Die Eröffnung" und "Drei Bauern".

Schach - Die Eröffnung

  

Schach Chess - Bauern bedrohen den König - Ölgemälde auf Leinwand von Elke Rehder zum Schach

Öl-und Acryl-Gemälde

Für die Öl-Malerei verwendet die Künstlerin seit 1988 pigmentreiche Farben und hochwertige Leinwände. Acryl ist eine schnell trocknende Farbe und Elke Rehder verwendet Acrylfarbe für ihre großformatigen Gemälde, z. B. für das ca. 3 Meter hohe Schachbild "Bauern voran und niemals zurück".

Schach - Bauern bedrohen den König

  

Schach Chess - Der rückständige Bauer - Mischtechnik auf Papier von Elke Rehder zum Schach

Mischtechnik auf Papier

Aquarell ist ein Medium, welches Elke Rehder manchmal in Kombination mit Pastell und Kohle-Zeichnung nutzt. Diese Technik wird häufig als Mischtechnik bezeichnet.

Schach - Der rückständige Bauer

  

Federzeichnung

mit Aquarell-Farben koloriert. Weitere Federzeichnungen finden Sie in der Rubrik "Schach Zeichnungen" auf dieser Internetseite.

Schach - Zwei Bauern im Kampf

  

Kohlezeichnung

mit Holzkohle und Aquarellfarben. Weitere Kohlezeichnungen finden Sie in der Rubrik "Schach Zeichnungen" auf dieser Internetseite.

Schach - Der Kampf 3

  

Schach Chess -  Mann /  Bauer mit Lanze - Bronze Skulptur von Elke Rehder zum Schach

Bronze-Skulpturen

Bronze ist das beliebteste Metall für gegossene Skulpturen. Elke Rehder verwendet dieses Material seit 1991 für ihre Skulpturen. Die von ihr verwendete Technik wird als Wachsausschmelzverfahren bezeichnet.

Mann (Bauer) mit Lanze

  

Schach Chess - PaperArt Hamburg Rauminstallation von Elke Rehder zum Schach

Raum Installation

Hierfür verwendet die Künstlerin Materialien um einen Raum anders erleben zu lassen. Diese Kunst-Installationen sind nicht unbedingt auf die Räume einer Galerie beschränkt. Elke Rehder hat Räume in Galerien, im Schloss Reinbek, im Künstlerhaus Cuxhaven, in der Bundesakademie in Wolfenbüttel und im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn gestaltet. Alle Rauminstallationen waren zum Thema Schach.

Schach-Installation PaperArt Hamburg

  

Schach Chess - Schach im Watt - Land Art Installation von Elke Rehder zum Schachspiel

Land Art

ist eine Kunstbewegung, die in den Vereinigten Staaten entstand. Elke Rehder schuf in den 90er Jahren einige Land Art Installationen in der Nordsee bei Cuxhaven und an den Ufern der Elbe. Sie verwendete große Papierobjekte in diesen Arbeiten zum Schach.

Schach im Watt

  

Chess Schach Schachbrett Papierobjekt von Elke Rehder

Papier-Objektkunst

Nach ihren Land Art Exkursionen begann Elke Rehder Papierobjekte aus handgeschöpftem Papier herzustellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die vier verschiedenen Schachbrett-Objekte.

Schachbrett - Papierobjekt


Die Bedeutung des Schachspiels in der Kunst von Elke Rehder


Schach ist seit vielen Jahren ein dominantes Thema in Elke Rehders Arbeiten. Die Künstlerin ist vom Schach nicht nur als Spiel begeistert, sondern auch vom traditionellen, ritualisierten Kampf mit all seiner Strategie, Taktik, Hierarchie und Symbolen. Wenn man an diese Aspekte des Schachs denkt, gibt es viele verschiedene Sichtweisen. Es ist die Sicht eines Künstlers und nicht die sport-orientierte Sehweise eines Schachspielers.

In ihren Gemälden und Grafiken erscheinen oft die Schachfiguren. Als Sie einmal eine Freiluft-Partie in einem Park beobachtete, bei der die Spieler die Schachfelder betraten, war dies der Moment für eine neue Sichtweise. Sie vergleicht die Situation der Schachfiguren, ihre Position auf dem Schachbrett und ihre strategischen Handlungen mit unserem Alltagsleben. Elke Rehders Schachfiguren werden eigenständig und spielen ihr eigenes Spiel.

Die Schachspieler beiderseits des Brettes sind nicht das Thema ihrer Kunst. Daher auch ihr Interesse an der Kurzgeschichte von Slawomir Mrozek über ein lebendes Schach. In dieser Geschichte spielen die Schachfiguren ihr eigenes Spiel ohne die Spieler, so wie die Figuren in Elke Rehders Bildern. Daher schuf sie auch ein besonderes Künstlerbuch zu dieser Kurzgeschichte.

Schach Chess - Die Dame steht im Mittelpunkt - Mischtechnik auf Papier von Elke Rehder zum Schach

Schach Chess - Bauernschranke - Mischtechnik auf Papier von Elke Rehder zum Schach

Die Dame steht im Mittelpunkt                      

Bauernschranke

Seit 1993 veröffentlicht sie Künstlerbücher und Pressendrucke in limitierter Auflage. In die Bücher werden Original-Radierungen, Holzschnitte und Lithographien eingebunden. Ihre Werke sind im Bestand mehrerer Bibliotheken und Museen. Sammler von seltenen Büchern auf der ganzen Welt verfolgen mit Interesse ihre Neuerscheinungen.

Ihre Kunst lässt Gestalt werden, was in Worten und Argumenten oft nicht erfassbar ist. Mit einer unerschöpflichen Palette von Sichtweisen und von Erfahrungen ist sie in der Lage, nicht nur Schachspieler anzuregen; sie vermag das hervorzuheben, was Leute im Allgemeinen nicht in einem Spiel erkennen. Sie lenkt unsere Aufmerksamkeit in neue Richtungen, weg von alten Gewohnheiten, damit wir die Realität mit neuen Augen sehen.

Kunstwerke lassen sich nicht leicht mit Worten beschreiben; man muss sie sehen. Wenn Sie nicht bis zur nächsten Ausstellung warten wollen, haben Sie jetzt die Gelegenheit die Gemälde und Originalgrafiken auf den speziellen Internetseiten der Künstlerin anzuschauen.

 

Wie kam Elke Rehder auf das Thema Schach ?


Bevor Elke Rehder ihre künstlerische Handpresse – die Elke Rehder Presse – gründete, beschäftigte sie sich in den 80er Jahren überwiegend mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen in der Malerei. Gerade die gesellschaftlichen Themen sind es, die sich insbesondere in der expressionistischen Malweise geeignet darstellen lassen. So hat auch eine zufällige Beobachtung von Schachspielern in einer öffentlichen Parkanlage Elke Rehder dazu gebracht, zum einen über die Spieler und zum anderen über das Spiel an sich zu reflektieren.

Schach Chess - Aufmarsch der Bauern Ölgemälde zum Schach von Elke Rehder

Schach Chess - Der Kampf - Ölgemälde zum Schachspiel von Elke Rehder

"Aufmarsch der Bauern" Öl auf Leinwand          

"Der Kampf" Öl auf Leinwand

Schach, das königliche Spiel, eignet sich für Elke Rehder hervorragend für eine abstrahierende Wiedergabe von gesellschaftlichen Vorgängen, eine metapherhafte Übertragung von Vorgängen der Alltagswirklichkeit. Schach reflektiert für sie die Gesellschaftsformen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Die Drei-Klassen-Gesellschaft (Herrscher, Adelsstand, einfaches Volk) ist auch auf die Jetzt-Zeit übertragbar. Die Grundstruktur hierarchisch aufgebauter Systeme findet sich überall wieder, auch in der Arbeitswelt (Chef, leitende Angestellte, Arbeiter). Der Reiz des Spieles, der Wettbewerb zwischen den beiden Spielern, ist ein Bestandteil unserer Gesellschaft und ein wesentliches Element der freien Marktwirtschaft.

Schach Chess - Das Volk - Ölgemälde von Elke Rehder zum Schach

Schach Chess - Drei Bauern - Ölgemälde von Elke Rehder zum Schach

"Das Volk" Ölgemälde auf Leinwand            

"Drei Bauern" Öl auf Leinwand

Die unbegrenzten Zugmöglichkeiten im Schachspiel setzt Rehder gleich den unbegrenzten Entscheidungsmöglichkeiten im gesellschaftlichen Zusammen-leben. Das Spiel zeigt, dass es auch in einer reglementierten Gesellschaft viele Wege gibt. Ein so altes Spiel hat hierdurch eine reale Beziehung in unserer Zeit. Die Figuren untereinander messen ihre Kräfte und sind somit als vielfältiges Figurenmiteinander ein soziales Experimentierfeld.

John Deer, London


Wie entstehen die farbigen Holzschnitte zum Schachspiel


Der Holzschnitt zählt zu den ältesten Reproduktionsverfahren (um 1400). Es ist ein Holzschnittverfahren von einer oder mehreren Holzplatten. Der Holzschnitt eignet sich für kontrastreiche und konturenstarke Drucke. Von einem Druckstock lassen sich mehr als tausend Abzüge drucken. Die mögliche Stückzahl ist abhängig von der verwendeten Holzsorte (Härtegrad) und der Druckstärke.

Der Künstler zeichnet das Motiv spiegelbildlich auf eine Holzplatte. Bei der Auswahl des Holzes ist auf eine gleichmäßige Oberfläche zu achten. Alles, was nicht drucken soll, wird mit Schneidewerkzeugen (Hohl- und Flacheisen, Stichel, Geißfuß oder der Bohrmaschine bei großen Flächen) entfernt. Dabei ist auf die Faserrichtung des Holzes zu achten. Nur die hochstehenden Flächen werden mit Druckfarbe eingefärbt und drucken auf dem Papier.

Für den Druck verwendet man in der Regel eine Andruckpresse. Dünne Sperrholzplatten müssen hierfür auf einen festen, verwindungsfreien Untergrund (z. B. Spanplatte) montiert werden. Ein Holzschnitt kann aber auch ohne Druckpresse auf das Papier gebracht werden. Bei der sogenannten Handabreibung wird das Papier auf die Druckform (Holzstock) gelegt und mit dem Falzbein (Handwerkzeug aus Knochen), einer Bürste oder einem Reiber abgerieben. Hierfür eignen sich sehr gut langfaserige Japanpapiere mit einem geringen Flächengewicht.

Als Druckfarben kommen in der Regel Buchdruckfarben zum Einsatz. Diese ölhaltigen Farben haben eine hohe Deckkraft und Langlebigkeit. Die Farbe wird mittels einer Walze auf den Holzstock aufgetragen. Bei mehrfarbigen Holzschnitten wird grundsätzlich für jede Farbe ein einzelner Holzstock geschnitten. In der folgenden Abbildung erkennt man gut den Druck der beiden Holzstöcke für die Farben Schwarz und Gelb.

Schach Chess - Stefan Zweig Schachnovelle Holzschnitt von Elke Rehder

Schach Chess - Stefan Zweig Schachnovelle Farbholzschnitt von Elke Rehder zum Schach

Stefan Zweig - Schachnovelle IV            

Stefan Zweig - Schachnovelle IV
zwei Farben

Es ist jedoch auch möglich, durch partielles Einfärben des Holzstockes oder nachträgliches Wegschneiden von druckenden Flächen mehrfarbige Holzschnitte herzustellen (verlorene Form). Für die Hintergrundfarbe (Fond) kann über die gesamte Fläche eine ungeschnittene Holzplatte verwendet werden. Der Druck einer gelben Form auf einen blauen Hintergrund würde dann beispielsweise die Farbe Grün ergeben. Bei dem folgenden Beispiel wurde das Holz im Bereich der roten und der schwarzen Form weggeschnitten, um die ursprünglichen Farben zu erhalten. Durch zusätzliches Wegschneiden entsteht eine weitere Farbe; in diesem Fall die Papierfarbe Weiß.

Damit die Holzstruktur beim Druck noch mehr hervorgehoben wird, kann man die Oberfläche der Holzplatte vor dem Einfärben mit einer Drahtbürste bearbeiten (jedoch nur in Faserrichtung!). Bei der Verwendung farbiger Papiere (Tonpapier) kann der zusätzliche Druck eines Fonds eingespart werden. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Wirkung eines Holzschnittes von nur einer Farbe auf grauem Karton.

Schach Chess - Profile Pawn - Holzschnitt zum Schach von Elke Rehder

Schach Chess - Läufer bishop - Holzschnitt zum Schachspiel von Elke Rehder

Holzschnitt "Profile" (Bauern im Schach)                                                      

"Läufer" Druck mit weißer Farbe auf dunklem Karton


Wie entstehen die Radierungen zum Thema Schach?


Viele künstlerische Grafiken entstehen im Tiefdruckverfahren. Die bekanntesten Formen des Tiefdrucks sind die Radierung und der Kupferstich. Wie der Name "Tiefdruck" schon sagt, drucken alle tiefen Stellen in der Druckplatte. Für die Radierung kommt in erster Linie die Zinkplatte in Frage. Für den Kupferstich wird die wesentlich härtere Kupferplatte verwendet. Der Tiefdruck ist aber auch mit Platten aus anderen Metallen und Kunststoffen möglich.

Der Künstler bringt seinen Entwurf seitenverkehrt auf die vorher gut polierte Platte. Mit einem harten Werkzeug, der "Radiernadel" (beim Kupferstich der "Stichel"), wird dann die Zeichnung mit Kraftaufwand in die Platte geritzt bzw. gestochen. Die Kaltnadelradierung, der Kupferstich und die Schabkunst (Mezzotinto) sind die drei bekanntesten mechanischen Techniken im Tiefdruckverfahren. Neben diesen mechanischen Techniken gibt es zahlreiche Ätztechniken (Aquatinta, Vernis mou) unter Verwendung verschiedener Säuren. Die nachfolgenden sechs Abbildungen verdeutlichen dies gut. Es sind Radierungen in verschiedenen Techniken aus meiner Grafikmappe "Schach I" (6. Druck der ELKE REHDER PRESSE 1995):

Schach Chess - Bauern bedrohen den König - Radierung von Elke Rehder

Schach Chess - Das Volk - Radierung von Elke Rehder zum Schachspiel

Bauern bedrohen den König
Radierung zum Schachspiel                 
     

Das Volk
Radierung zum Schachspiel  

Schach Chess - Der letzte Bauer entscheidet - Radierung von Elke Rehder zum Schach

Schach Chess - Die Dame bestimmt das Spiel - Radierung von Elke Rehder zum Schach

Der letzte Bauer entscheidet
Radierung zum Schachspiel  

Die Dame bestimmt das Spiel
Radierung zum Schachspiel  

Schach Chess - Die Majestäten - Radierung von Elke Rehder zum Schachspiel

Schach Chess - Drei Bauern - Radierung von Elke Rehder zum Schachspiel

Die Majestäten
Radierung zum Schachspiel  

Drei Bauern
Radierung zum Schachspiel  

Durch das Eindringen der harten Radiernadel in das weichere Metall entsteht eine Vertiefung mit einem Grat. Die nachfolgende Abbildung meiner Radierung "Der Turm" zeigt ein Beispiel für eine typische Kaltnadelradierung.

Schach Chess - Der Turm - Kaltnadelradierung von Elke Rehder zum Schach

Mit einer Rolle wird die spezielle Kupfertiefdruckfarbe (im obigen Bild schwarz) auf die Platte aufgetragen. Es empfiehlt sich die Platte vorher anzuwärmen, damit die Farbe geschmeidiger wird und besser in die Vertiefungen eindringen kann. Danach wird mit der Wischgaze (ersatzweise kann auch eine Mullbinde genommen werden) die Platte solange abgerieben, dass nur noch die Farbe in den Vertiefungen stehen bleibt und zum Schluss mit der Hand klar gewischt.

Die Platte kann jetzt auf die Tiefdruckpresse gelegt werden. Die Tiefdruck- bzw. Radierpresse besteht aus zwei Stahlwalzen, die in einem Tisch integriert sind. Der Antrieb erfolgt über ein großes Stern- oder Schwungrad. Große Pressen arbeiten auch mit Elektromotoren.

Für den Tiefdruck muss das Papier entsprechend geeignet sein und vorbereitet werden. Es gibt spezielles Kupfertiefdruck-Bütten im Handel. Besonders wichtig ist es, das Papier vor dem Druck ausreichend anzufeuchten. Hierdurch erhöht sich die Flexibilität des Papiers und die Farben können besser aufgenommen werden. Es ist auf eine gleichmäßige Anfeuchtung zu achten.

Das Papier wird über die ausgeriebene Druckplatte gelegt. Über das Papier werden ein oder mehrere Drucktücher gelegt. Ein Drucktuch ist ein bis zu 1 cm starker hochwertiger Filz, der mit seiner entsprechenden Elastizität die Farbe gleichmäßig aus den Vertiefungen der Platte auf das Papier drückt. Durch Festdrehen der oberen Walze an der Radierpresse, wird die Platte mit hohem Druck in das Papier gepresst. Der Druckrand der Platte ist ebenfalls auf dem Papier zu sehen. Dies ist ein typisches Zeichen für den Tiefdruck.

Schach Chess Pawn - Bauernkette - Radierung von Elke Rehder zum Schach

Schach Chess - Drei Bauern Pawns - Radierung von Elke Rehder für Bartkowiak Forum Bookart in Hamburg

"Bauernkette"
kleine Radierung zum Schach                                   

"Drei Bauern" Radierung für die Vorzugsausgabe von Bartkowiak Forum Bookart in Hamburg

Bei mehrfarbigen Drucken, muss für jede Farbe eine Druckplatte vorbereitet werden. Beim Auflegen auf die Presse ist bei mehrfarbigen Drucken auf die Passgenauigkeit der Platten zu achten.

Nach dem Druck muss der noch feuchte Bogen eine ausreichende Trockenzeit haben. Damit das Papier nicht wellig wird, wird es zwischen Trockenpappen gelegt und mindestens 24 Stunden gepresst. Auch wenn das Papier einen trockenen Eindruck macht, sollte man wissen, dass Tiefdruckfarbe erst nach einigen Monaten abriebfest ist. Ein säurefreies Seidenpapier sollte also bei der Lagerung auf das Druckmotiv gelegt werden.